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Tochter M. S.

Meine Schwiegertochter hätte nach ärztlichem Gutachten keine Kinder bekommen können, es sei ganz ausgeschlossen. Sie und mein Sohn, beide sehr kinderliebend, waren sehr traurig und beschlossen, ein Kind aus dem Waisenhaus zu holen. Ich fuhr zu Pfarrer Hieber und klagte ihm meinen Kummer, bat ihn um Hilfe, beteuerte aber, dass wir uns der Vorsehung fügen, er möge beten, damit wir im Waisenhaus das richtige Kind finden. Er sah mich eindringlich an und sagte: „Knien Sie sich hin.“ Dann hat er mich stellvertretend gesegnet und befahl, wir sollten einen Monat lang ein Gesätzchen vom Rosenkranz und die Lauretanische Litanei beten. „Und dann“, so fügte er bei, „werden Sie sehen!“ Wir gehorchten und haben auch die hl. Anna angerufen.
Nach ein paar Monaten kam meine Schwiegertochter mit der freudigen Nachricht, dass sie ein Kind erwartete und dass der Arzt es nicht fassen könne, es sei wie ein medizinisches Wunder. Im April gebar meine Schwiegertochter ohne jede Schwierigkeit ein gesundes Mädchen. Sie war so glücklich, dass sie gleich nach der Entbindung laut das Glaubensbekenntnis und Vaterunser betete. Vor der Hochzeit ist sie zum katholischen Glauben übergetreten.

– M.S. –